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"Dabei sein ist alles" – oder

"Vany, dreh dein TAVA-Shirt auf links !!!"

23.09.2007 Turnier in Mannheim-Seckenheim

Es ist Montag, 24.09.2007 und ich sitze an meinem Computer und versuche, den gestrigen Tag in Worte zu fassen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo ich anfangen soll, denn durch die Bank weg war es eines der lustigsten Turniere, die ich erlebt habe. Und das waren schon ziemlich viele. Ich bin ein Mensch der eigentlich immer und zu jeder Gelegenheit lachen kann und es auch tut, aber gestern in Seckenheim, Leute ich sage euch, ich habe lange nicht mehr so viel gelacht – der Spaßfaktor konnte als sehr hoch angesiedelt werden. Sportlich gesehen kann man das Turnier eher in die Rubrik „Dabei sein ist alles“ einordnen.

Als Richterin war Helene Steinhauer verpflichtet, die uns durch die Bank weg sehr schwierige, winkelige und besonders in der A3, für schnelle Hunde, kaum laufbare Parcourse stellte mit allerdings sehr hohem Stellenwert. Ich nehme das „sportliche“ Fazit mal vorweg.
Null-Fehler-Läufe gab es sehr wenige, der Großteil der Läufer fand sich im DIS wieder. Gerade der A1er Parcours war mit dem sehr fiesen Slalomeingang nicht Klassengerecht und viel zu schwer. Nun ja, wir wachsen ja mit den Anforderungen, jedenfalls manchmal.

A1 Midi (Vanys Abteilung) von 7 Startern nur eine Platzierung, der Rest lief ins DIS.
Es fing gut an, Joy meisterte sogar den Slalomeingang, ließ aber die letzte Stange aus und die unausgeschlafene Vany hat es zu spät gesehen und konnte nicht mehr einwirken. Joy war schon am nächsten Hindernis und DIS.
A1 Standard (Kerstin mit Darah und Hazel) von 28 Startern gab es 10 Platzierungen, davon 1 Null-Fehler-Lauf (Hazel kam mit 4 Fehlern und 2 Verweigerungen auf Platz 8), dies war bei diesem Parcours eine super Leistung von der noch unerfahrenen Hazel. Darah war nicht zu bewegen diesen Parcours zu laufen. Sie hat die Ohren auf Durchzug gestellt, Kerstin bestreikt und sich dann selbst gedist.
A2 Midi (Gaby und Terri), 1 Platzierung (wir warens nicht) und das noch mit 28 Fehlern ohne Bewertung. Bei uns war es der Stegaufgang – dieses Problem hatte ich schon einmal. Der Aufgang ragte ca. 5cm hoch, das hat Terri verunsichert und sie ist kurzerhand in dem darunter liegenden Tunnel verschwunden. DIS. Den Rest des Parcours haben wir bewältigt, allerdings mit einem Kontaktzonenfehler an der Wand und einer Verweigerung an der vorletzten Hürde.
A2 Standard (Corinna und Stella) – Stella kam mit 2 Parcoursfehlern und einem schnellen Lauf auf Platz 4. War ganz ordentlich, daher ohne viel Worte.
A3 Standard (Imma und Meggie). Eigentlich wollte Imma diesen Parcours mit Meggie nicht laufen, da er ihrer Ansicht nach, nicht laufbar war. Dann stand noch der Slalomeingang etwas (die Querstrebe auf dem Boden war verkantet und ließ sich nicht zurückdrücken) hoch – was für die pfeilschnelle Meggie fatal ist, weil große Verletzungsgefahr. Imma hat protestiert und durchgesetzt, dass der Slalom gedreht wurde, was die Verletzungsgefahr einschränkte. Dieser Protest verursachte bei der Richterin schon Unmut. Imma und Meggie wurden zum Start gerufen – nachdem die ersten beiden Stangen gefallen sind, hat Imma kurzerhand diesen sowieso schon verhassten Lauf abgebrochen. Und dass, nachdem die Slalomdrehung schon für Furore gesorgt hatte. Jetzt kam sie nicht mal bis dahin. Der Hals der Richterin schwoll in Sekundenschnelle derart an, dass ihr die Worte im Hals stecken blieben. Imma schlich still und leise vom Platz.

MITTAGSPAUSE – Danach sollte der Jumping folgen – wir alle hofften und wünschten Besserung. Doch nicht jeder Wunsch wurde erfüllt. Schon halb schief gelacht über Immas Vorstellung, dachten wir, eine Steigerung sei nicht mehr möglich. Doch die Realität lehrte uns eines Besseren. Die Mittagspause zum Gassigehen genutzt, beklagte sich Vany schon bei uns, dass Joy nicht gekackt hat. Kerstin meinte dann, wart ab, die erledigt das im Parcours. Wir lachten, denn keiner nahm Kerstins Worte ernst. Ein so erfahrener Hund wie Gunda-Joy, die kackt doch nicht im Parcours. Nein, niemals – nicht Gunda-Joy! Doch nach der Pinkelszene beim Hallenturnier der Hundefreunde Bad Kreuznach im letzten Jahr hatten wir dann doch leichte Bedenken. Die beiden gingen hoch motiviert zum Start. Kurzer Einwand: die Jumpingparcourse waren nicht wirklich besser als die A-Läufe. Es lief gut für die beiden bis zum Slalomeingang – Joy stoppte aus vollem Lauf, wir – oh schade eine Verweigerung, eine Verweigerung. Oh NEIN, Scheiße. Joy setzte sich in aller Ruhe vor den Slalom und kackte aus Protest aus vollem Leib. PEINLICH – Vany stand da wie ein begossener Pudel, schrie: „Kerstin, du bist schuld“ und wurde kurzerhand von Richterin Steinhauer mit sofortiger Wirkung disqualifiziert. Imma opferte zur Schadensbegrenzung ihr letztes Kacktütchen, rannte, das Tütchen über die Hand gestülpt, auf den Parcours und entfernte kurzerhand den noch „warmen“ Stein des Anstoßes. Kerstin, Corinna und ich lagen außerhalb des Parcourses und hielten uns den Bauch vor Lachen.
Kerstin konnte kaum auslachen, da ging es auch schon mit Hazel weiter. Ein schöner Lauf, es gab lediglich 2 Stangen die fielen und eine Verweigerung und das Team landete auf Platz 7. Darah kam mit einer Verweigerung auf Platz 5. Hurra, gleich zwei Lichtblicke am sonst so trüben Horizont.
Gaby und Terri waren zwar motiviert, aber Terri, durch die Schweineohren die an jeden Läufer nach dem Jumping verteilt wurden, völlig „out of control“, konnte sich nicht wirklich auf den Parcours konzentrieren – die geschulte Terriernase suchte lieber nach den all zu gut duftenden „Ohren“ und gab erst Ruhe bis sie auch eines hatte. Super.
Corinna und Stella schafften auch den Jumping so olala und Imma und Meggie verhielten sich vor ihrem Start ruhig und bedeckt. Allerdings kam der Verdacht auf, dass Frau Steinhauer sich für die Slalomaktion im A-Lauf so ein klein wenig an Imma rächen wollte – der Slalomeingang stand wieder hoch. Imma wollte sich nicht schon wieder auf einen Protest einlassen und überließ sich ihrem Schicksal. Es kam allerdings wie vermutet, dass Meggie sich im Slalom wehgetan hat – sie blieb nämlich hängen. Gott sei dank hat sie sich nicht verletzt. Das Team kam mit einem Parcoursfehler ins Ziel.

Es war ein wunderschöner Tag mit wunderschönem Wetter und um 16.00 Uhr waren wir bereits mit den Läufen durch. Klasse, dachten wir, heute sind wir mal früh zuhause. Pfeifendeckel. Man ließ uns 1,5 Stunden auf die Siegerehrung und die Ausgabe der Papiere/Leistungsurkunden warten. Genug Zeit also, um noch mal so richtig abzulachen. So gegen 17.00 Uhr verging dann auch dem lustigsten unter uns das Lachen – der guten Stimmung drohte Unmut zu folgen. Doch Corinna sorgte für weitere gute Stimmung indem sie lauthals das Lied „Time to say good bye“ anstimmte. Dies schien durch die Zuschauerränge bis zum Veranstalter vorzudringen, denn, nachdem alle Augen auf uns blickten, ging es dann auf einmal zügig voran. Mit der Siegerehrung waren wir, auf Grund der durch die Bank weg „guten“ Ergebnisse“, ziemlich schnell durch. Genauso schnell ging dann auch die Ausgabe (oder besser gesagt so schnell hätte es gehen können) der Papiere zusammen mit einem Leckerchenbeutel und Spielzeug von Statten. Was hat das nun wieder zu bedeuten?
Also: Schickt der Herr den Jockel aus..... wir älteren haben unser Nesthäkchen Vany gebeten unsere Papiere abzuholen. Nach den schwierigen Parcoursen kam der nächste Schwierigkeitsgrad auf Vany zu: sich die 6 Startnummern von uns "TAVA"-Läufern zu merken. „Stunden“ später kam unsere Kleine ganz hilflos an: „Die haben für jeden Verein Tüten mit den Papieren vorbereitet und nach Vereinen sortiert – was für ein Verein sind wir denn? Hundeschule TAVA kann ich nirgends finden. Gerade von den vorangegangenen Lachern erholt, brachen wir Oldies in erneutes Gelächter aus. Corinna und ich haben die Sache dann in die Hand genommen. Auf zur Meldestelle – alle Tüten waren schon weg, nur unsere standen einsam und alleine in der Ecke rum – Tüten und die hilflos umher irrende Vany eingesammelt und zurück zum Platz.
Noch kurz durchgezählt ob auch alle beisammen sind, traten wir gut gelaunt und berauscht von dem schönen und überaus lustigen Tag die Heimreise an.

Vany und Joy, von den Ereignissen dieses Turniertages völlig erschöpft, sind mir dann im Auto noch abgekackt und haben die komplette Heimfahrt verschlafen.

An dieser Stelle noch ein ganz dickes Bussi an Ulli und Brazil. Die beiden konnten nicht dabei sein, da sich Brazil am Freitag einer Ellbogen-OP unterziehen musste und noch bis mindestens Januar ausfällt. GUTE BESSERUNG !!!!!

Schreiberling - Gaby Oberst

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