Hundeschule TAVA
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7 Nuller, 4 Qualis, 4 Poks

- der Tag war zwar lang,
das Loch in der Mütze dafür riiiiesengroß

20.04.2008 CfBrH Saarbrücken-Güdingen

Schreck, Horror, Panik, was ist das???? Es war mitten in der Nacht und dunkel und wer um alles in der Welt schreit hier so rum? Dann plötzlich aus dem Halbschlaf tönte eine freundliche (laut, aber freundlich) Frauenstimme an mein Ohr: „Guten Morgen, hier ist SWR 3, es ist Sonntag, der 20. April 2008, 5:30 Uhr. Oah ne, wirklich nicht. Ich warf einen kurzen und prüfenden Blick zu meinem Hund und wir fragten uns: „warum tun wir uns das immer wieder an?“ waren uns dann ganz schnell einig: „Wir bleiben liegen.“
Es könnte alles so wunderbar sein, wenn sich nur dieses fiese Pflichtgefühl nicht so unendlich breit machen würde. Gut, ihr habt gewonnen, Terri und ich standen auf und machten uns frisch. Vor uns lagen 150 km Autofahrt und ein diesmal hoffentlich erfolgreiches Turnier, denn Spaß haben wir ja bekanntlich immer.
Gott sei Dank war die Turniertasche schon gepackt, kurzer Check-up (Impfpass, Leistungskarte, Wegbeschreibung), alles da....es konnte losgehen. Wir starteten zum bekannten Treffpunkt und trafen dort auf Imma, Meggie, Jo, Corinna, Cracker, Vany und Joy.
Letztere stiegen bei mir mit ein – die Autos waren restlos voll. Den voll bepackten Autos nach zu urteilen, konnte man meinen, wir brechen zu einer längeren Auslandsreise auf. Na ja stimmte ja fast. Von Güdingen ist es nicht mehr weit zur französischen Grenze. Nach knapp 1 _ Stunden recht angenehmer Autofahrt mit cooler Musik trafen wir endlich ein. Kerstin, Darah und Hazel waren schon vor uns da. Zuerst hieß es schnell melden, dann das Zelt aufbauen und mit den Hunden ne Runde Gassi gehen. Alles geschafft, konnte das Abenteuer „Agility-Turnier“ mit knapp 200 Startern und zwei Richtern auf zwei nebeneinander liegenden Plätzen beginnen.
A0 und A1 haben mit dem Jumping angefangen, A2 und A3 mit dem A-Lauf. Es ging alles recht zügig und schon bald drangen die ersten guten Nachrichten an mein Ohr: A1 Midi ist durch, Corinna und Cracker V5, Platz 4, Vany und Joy V0 und Platz 2 – ja das fing doch gut an. Gleich nach den „Kleinen“, die sich bereits ein Loch in die Mützen gefreut haben, mussten die Standards ihr Können bei Richterin Irene Solf unter Beweis stellen. Das Starterfeld in der A1 Standard war mindestens so groß wie das Loch in unseren Mützen, nämlich „riiiiiesengroß“. Die nächsten Ergebnisse: Kerstin und Hazel mit 3 „heruntergelassenen“ Stangen, Platz 29, Kerstin und Darah V0, Platz 7, und Imma mit Jo V0, Platz 10.

Für Imma sollte es ein ziemlich nervenaufreibender Tag werden, da sie mit Jo in der A1 auf dem einen Platz sein musste und mit Meggie in der A3 auf dem anderen. Da die Läufe zeitgleich liefen, war das schon ziemlich stressig und verursachte bei Imma die ein oder andere Hitzewallung. Und ständig diese Angst die jeweilige Parcoursbegehung zu verpassen, schrecklich.

Endlich Mittagspause, wir lehnten uns entspannt zurück – bis ein herzliches Hallo zu uns drang, ups, wer grüßte.... hey es waren Simone und ihr Mann, die sich zu uns gesellten um zu sehen, was wir denn so treiben und wie es denn bei einem „richtig offiziellen“ Turnier zugeht. So konnte Simone, wenn auch nur theroretisch, schon ein bisschen von der Luft schnuppern, die sie und Jewel nach bestandener BH-Prüfung erwartet.

Nach der Mittagspause wurden die Plätze getauscht, die A0 und A1 mussten zum A-Lauf und der Rest zum Jumping, natürlich wieder zeitgleich. Unsere 1er durch das gute Jumping am Vormittag übermotiviert, wollten diese Leistung im A-Lauf selbstverständlich fortsetzen. Gesagt, getan. Corinna und Cracker, V5 und der 4. Platz, Vany und Joy, V0 (1. Quali) und der 1. Platz, Imma und Jo, V0 (2. Quali) und der 16. Platz, Kerstin und Hazel sind dran. Kerstin war ein wenig aufgeregt, weil Schülerin Simone mit Argusaugen beobachtete, wie denn Frau Lehrerin das so machte. Wir saßen, das Gesicht in die Sonne haltend, auf unseren Stühlen und trauten unseren Augen nicht. Unsere Augen wurden größer und größer, unsere Erzählungen verstummten, was passierte da gerade auf dem Platz. Es war still, Kerstin bewegte sich sehr geschmeidig, Hazel lief und lief und passte auf und fädelte richtig in den Slalom ein und es fiel keine Stange, leises inneres Jubilieren und noch mal kurz die Luft angehalten, noch zwei Sprünge, rein in den Tunnel, keiner konnte es glauben, raus aus dem Tunnel, der letzte Sprung, die Stange blieb liegen...... die Sensation war perfekt. Ein Null-Fehler-Lauf (1. Quali) in einer Spitzenzeit. Platz 1 von 64 Startern. Ja Leute, so werden, wenn man es am wenigstens erwartet, aus Pechvögeln ganz schnell Glückspilze. Also, niemals die Hoffnung aufgeben, denn die stirbt zuletzt. Ihr könnt euch jetzt vorstellen, wie groooß das Loch war, dass sich Kerstin in die Mütz gefreut hat (pssst unter uns gesagt: „De Kopp kam schon durch.....“) Nach diesem Glücksgefühl konnte bei dem bevorstehenden Lauf mit Darah doch überhaupt nichts mehr schief gehen. Und so war es dann auch V0 (3. Quali) und Platz 8. Die A3 Läufe der hin und hergehetzten Imma mit Meggie endeten im A-Lauf mit einer DIS und im Jumping mit V5 und dem 5. Platz. Für Terri und mich lief es nicht so gut, aber wir jammern nicht rum, sondern versuchen es beim nächsten Mal besser zu machen.

Bei diesem Turnier gab es keine Einzelwertungen, sondern eine Kombiwertung aus A-Lauf und Jumping zusammen und das sah am Ende für unsere Teams in Poks ausgedrückt, folgendermaßen aus:

A1 Kombi Midi:
Platz 1 für Vany und Joy
Platz 3 für Corinna und Cracker

A1 Kombi Standard: (Auf Grund des großen Starterfeldes wurden bei den Standards 6 Pokale vergeben)
Platz 2 für Kerstin und Darah
Platz 6 für Imma und Jo

Uuups, jetzt hätte ich ja fast den Saar-Cup vergessen. Durch ihre Erstplatzierungen im A-Lauf hatten sich Kerstin, Hazel, Vany und Joy noch für den Saar-Cup-Lauf qualifiziert. Hier durften aus allen Klassen und Größen die ersten 3 Platzierten gegeneinander laufen.
Kerstin und Hazel hatten einen Fehler in der Zeit von.....
Vany und Joy hatten ebenfalls einen Fehler in der Zeit von .....
Der Gewinner des Saarcups kam mit null Fehlern in einer Zeit von 31 Sekunden ins Ziel, war nicht zu toppen.

Auch das schönste Abenteuer geht einmal zu Ende. So auch dieses, mit 7 Nullern, 4 Qualis, 4 Poks, einer immer noch fassungslosen, aber sehr glücklichen Kerstin und einem sehr müden, zufriedenen kleinen Borderchen, namens Hazel.

Schreiberling - Gaby Oberst

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